<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[Zwischen ◯ Raum]]></title><description><![CDATA[Hören, Sehen, Spüren, Fühlen im Raum zwischen sichtbar und unsichtbar. //

Natur - Verbindungen - Körper - Planeten - Karten - Zahlen - Bilder - Formen - Zyklen - Elemente - Wald - Energie - Sinne - Sein
]]></description><link>https://imraumdazwischen.substack.com</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K_8o!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F135095b7-32b0-448f-a6d2-e4a46167bde4_1280x1280.png</url><title>Zwischen ◯ Raum</title><link>https://imraumdazwischen.substack.com</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Wed, 08 Apr 2026 05:03:19 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://imraumdazwischen.substack.com/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Jasmin Seidl]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[imraumdazwischen@substack.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[imraumdazwischen@substack.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Jasmin Seidl]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Jasmin Seidl]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[imraumdazwischen@substack.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[imraumdazwischen@substack.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Jasmin Seidl]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[In meiner Wahrnehmung]]></title><description><![CDATA[K&#246;rper sp&#252;ren - sp&#252;rendes Schreiben - was gerade da ist, ist willkommen]]></description><link>https://imraumdazwischen.substack.com/p/in-meiner-wahrnehmung</link><guid isPermaLink="false">https://imraumdazwischen.substack.com/p/in-meiner-wahrnehmung</guid><dc:creator><![CDATA[Jasmin Seidl]]></dc:creator><pubDate>Wed, 18 Mar 2026 09:20:43 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K_8o!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F135095b7-32b0-448f-a6d2-e4a46167bde4_1280x1280.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Den Blick nach innen, nehme ich wahr, dass ein Muskel auf der R&#252;ckseite meines linken Oberschenkels zuckt. Das Zucken kommt pl&#246;tzlich und doch so stark, dass ich auf meinem Sitz in einer Welle leicht nach vorn geschoben werde. Wie ein ganz sanfter Stromschlag, der in einem Gef&#252;hl von Erleichterung sich entl&#228;dt. Das wellenartige, langsame Zucken ruft vor meinem Auge das Bild eines glei&#223;enden d&#252;nnen Blitzes hervor. Nicht w&#252;tend oder vernichtend. Nur ganz kurz hei&#223; und kalt in einem.</p><p>Mein Oberschenkel ist froh um die Aufmerksamkeit. Schickt noch weitere Anspannung-Entspannung-Wellen hinterher, die manchmal dann in meinem Beckenknochen ihren Ursprung haben. Die rollende Bewegung nimmt meinen Po mit und wiegt ihn f&#252;r einen Moment auf dem Sitzkissen nach vorne.</p><p>Die Entspannung - Entladung zuckt abwechselnd durch mein Becken und vom Oberschenkel jetzt vor zum Knie. Wandert weiter auf der R&#252;ckseite der linken Wade und bewegt dadurch mein Knie, hebt meinen Fu&#223; an der Ferse vom Boden ab.</p><p>Weil meine Aufmerksamkeit so auf meinem unteren K&#246;rper liegt, sp&#252;re ich inzwischen wie still meine Schultern und mein Nacken sind. Ich bemerke den Gegensatz. In den Oberschenkeln - ja, gerade auch einmal im rechten - und im Becken die Bewegung, die nach einem eigenen, unregelm&#228;&#223;igen Rhythmus durchrollt. In den Schultern die geraden Knochen, die sich und mich an Ort und Stelle halten. Au&#223;er, wenn eine zuckende Welle etwas st&#228;rker ausf&#228;llt. Dann bewegt sich auch mein Oberk&#246;rper leicht mit.</p><p>Nach und nach werden die Entspannung-Wellen sowohl weiter als auch tiefer. Ich bleibe mit meiner Aufmerksamkeit bei der Spannungs-Quelle, der R&#252;ckseite meines linken Oberschenkels, die mal nur den Oberschenkel, mal das ganze linke Bein bewegt, jetzt auch zunehmend in meine rechte Niere hinauf strahlt, ganz leicht.</p><p>Dem sanften, m&#252;den Zucken Raum zu geben, schenkt meiner tief vergrabenen M&#252;digkeit das Gef&#252;hl, gesehen zu werden. Der M&#252;digkeit, die in den Oberschenkeln und im Becken sitzt, und ganz unbemerkt durchh&#228;lt bis zum Abend, wenn es endlich Zeit ist, sich hinzulegen. Die vielleicht auch dann noch zuckt und sirrt, ohne, dass ich es bemerke und beachte.</p><p>Der Rest meines K&#246;rpers brauchte nun ebenfalls Bewegung und wand sich mit einer Dehn-Streck-Bewegung aus dem Verharren. Jetzt sitze ich gesammelter und sp&#252;re pl&#246;tzlich meinen Puls an der Wurzel, dort, wo mein Becken in der Mitte auf dem Sitzkissen aufliegt. Der Druck, der durch mein Gewicht auf dem Sitzkissen entsteht, macht mir meinen Puls hier, in der Mitte dieses gro&#223;en Knochens bewusst. Ich sp&#252;re ihm nach, lasse ihn meinen Sitzknochen und meine Sitzmuskeln leise massieren. Genie&#223;e das tief liegende Pulsieren, das so weit innen liegt wie ein sehr fernes Echo.</p><p>In meiner Wahrnehmung verbindet sich dieser Sitzpuls jetzt mit dem Pulsschlag meines Herzens. Die Verbindung dazwischen nehme ich wahr wie einen Steg. Das Bild von einer Hantel taucht auf: linkes Gewicht der Puls an der Wurzel. Rechtes Gewicht mein pulsierendes Herz. Eine starke, sichere Verbindung, die durch meinen Bauchraum l&#228;uft, wo sich der Steg allerdings etwas d&#252;nn und wackelig anf&#252;hlt. Ich achte darauf, ob das Pulsieren beider Zentren vielleicht mit der Zeit den Bauchmittelpunkt st&#228;rkt, festigt, greifbarer macht. Das ist aber nur meine Idee. Sp&#252;ren tue ich, dass die beiden Puls-Zentren ihre Schwingungen zueinander hin aussenden. Mein Baum dazwischen wird massiert, gestreichelt. Jetzt scheint es mir, dass er gar keine St&#228;rkung braucht, sondern diese Z&#228;rtlichkeit, in die er sich hineinlegen kann.</p><p>Diese Erkenntnis sorgt in meinen Lungen f&#252;r einen Seufzer der Erleichterung.</p><p>Die Erleichterung ruft meinen Kopf auf den Plan.</p><p>Mein Kopf hat eine Frage zu einer Idee von vorhin.</p><p>Ich h&#228;nge ihr kurz nach.</p><p>Erinnere mich dann, dass ich allerdings gerade beim Sp&#252;ren bin.</p><p>Lenke meine Aufmerksamkeit wieder bewusst zur&#252;ck zu meinem m&#252;den Becken. Sp&#252;re jetzt wieder ein Zucken im hinteren linken Oberschenkel. Ein leichtes Zurren &#252;ber das Becken hinauf zu meinen Nieren. Lasse mich hier verweilen und noch ein Weilchen ausruhen.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Am Brunnen]]></title><description><![CDATA[Was gerade da ist, ist alles. Alles ist ausreichend.]]></description><link>https://imraumdazwischen.substack.com/p/am-brunnen</link><guid isPermaLink="false">https://imraumdazwischen.substack.com/p/am-brunnen</guid><dc:creator><![CDATA[Jasmin Seidl]]></dc:creator><pubDate>Sun, 15 Mar 2026 15:27:34 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K_8o!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F135095b7-32b0-448f-a6d2-e4a46167bde4_1280x1280.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Schreiben. Das haben wir in der Grundschule gelernt. Siehe an, es reicht, um gl&#252;cklich zu machen. Es reicht, um Sinn zu sp&#252;ren, seinen Platz zu f&#252;hlen, sich zu verbinden. Es dient, um zu empfangen und um zu geben.</p><p>Es ist still. Nur die Hinterhoft&#252;r des Nachbarhauses wird bald wieder, in einem unvorhersehbaren Rhythmus, aufgedr&#252;ckt und dann von der T&#252;r-Mechanik hart ins Schloss zur&#252;ck gezogen werden. Das Schlagen f&#228;hrt der Hauswand durch das Mark. Das Schlagen kommt bei mir an. W&#228;hrend ich still sitze, w&#228;hrend ich schreibe, w&#228;hrend ich einschlafe, w&#228;hrend ich auf dem Sofa liege und etwas schaue.</p><p>Aber die meiste Zeit ist es still. Gerade jetzt, wo die Nachbarn dr&#252;ber fort sind.</p><p>Dann ist es sehr still.</p><p>Ich sitze in dieser Stille und schaue aus dem Fenster. Ich schaue auf den sprie&#223;enden Hinterhofgarten. Deutlich sind die Blattknospen am Flieder, die Bl&#252;tenknospen an der Forsythie, die Keimlinge des Giersch sichtbar. In wenigen Tagen sind die bodennahen Bl&#228;tter hervorgeschossen, verdecken schon fast das tiefbraune Herbstlaub ganz.</p><p>Ich sitze und schaue aus dem Fenster. Ich warte, ich lausche, ich sp&#252;re nach. Ich habe mich her gesetzt, um zu beschreiben, was gerade da ist.</p><p>Was gerade da ist, ist alles. Alles ist ausreichend.</p><p>Am liebsten m&#246;chte ich nur den ganzen Tag an meinem Tisch sitzen und lauschen, h&#246;ren, sehen, verstehen, erkennen, empfangen, sagte ich mal zu einer Business-Mentorin. Das geht nat&#252;rlich nicht, antwortete sie, die andere H&#228;lfte muss Strategie sein. Immerhin stimmten wir &#252;berein, dass Intuition die beste Strategin ist.</p><p>Ich denke jetzt an dieses Gespr&#228;ch. Ich sitze hier, an meinem Platz, der einzige in der Welt, an dem ich sogleich verborgen bin und sichtbar werden kann, weil Schreiben etwas lebendiges ist:</p><p>Von selbst finden sich Worte f&#252;r das Hier und Jetzt und dr&#228;ngen nach drau&#223;en. Worte senden sich aus und sie kommen irgendwo an. Ob sie zun&#228;chst ungesehen warten, vibrieren sie doch und setzen sich fr&#252;her oder sp&#228;ter in Bewegung.</p><p>Ein Wort ist ein Laut, der aus dem Nichts anschwillt und wieder ins Nichts verebbt. Ein Wort verbindet meine Leere mit deiner Leere, fr&#252;her oder sp&#228;ter.</p><p>Das ist eine Naturkraft, wie jene, die Bl&#228;ttchen durch die schwarzbraune Erde an die Luft treibt. Nicht zu b&#228;ndigen, immer anwesend, unsichtbar. M&#228;chtig, das Leben selbst.</p><p>So sitze ich an einem Platz vor Blicken gesch&#252;tzt. Ich tue nichts weiter, als mich selbst gl&#252;cklich zu machen, indem ich warte, lausche, hineinsp&#252;re und Worte finde.</p><p>Ich sitze an einem Brunnen. Brauche nur in die Tiefe zu reichen und herauf zu holen, zu trinken und zu ehren.</p><p>Brauche ansonsten nur das Vertrauen, dass ich das genau so machen darf.</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>